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Schlechtes Immunsystem im Alter: Keine Alterserscheinung

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Durch eine gesündere Ernährung im Alter könnte die Zellalterung verlangsamt oder gar aufhalten werden. (Kristo-Gothard Hunor - Shutterstock.com)

Öfters erkältet, verminderte Krankheitsabwehr, erhöhtes Krebsrisiko: Für viele Menschen gehören diese traurigen "Tatsachen" einfach zum Älterwerden dazu. Statistisch betrachtet leben Menschen heute im Schnitt doppelt so lange wie noch vor 150 Jahren.

Doch diese längere Lebenserwartung ist nur wirklich genießbar, wenn die Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Ein stabiler Gesundheitszustand wird dabei als Voraussetzung für Lebensgenuss in den letzten Lebensjahrzehnten empfunden. Der Grund für die verminderte Immunität bei älteren Personen ist aber keine automatische Alterserscheinung, wie Wissenschafter jetzt belegen konnten. In einem spannenden Video werden verschiedene Forschungsprojekte vorgestellt, die untersuchen, welche Rolle Veränderungen der weißen Blutkörperchen im Laufe der Zeit für das Immunsystem spielen, und wie man diese Mechanismen optimieren kann.

Defekte T-Zellen Schuld an verminderter Immunität im Alter

Forscher der UCL in London sind davon überzeugt, dass die weißen Blutkörperchen (T-Zellen), im Alter häufig defekt werden, und daher das Immunsystem nicht mehr voll funktionsfähig ist. Bei jeder vorangegangener Infektion mussten sich die T-Zellen teilen, und bei dieser Zellvermehrung unterlaufen Fehler. Da der Körper im Alter bereits viele Infektionen bekämpft hat, sind die weißen Blutkörperchen häufig beschädigt.

 

Dabei sind die Wissenschafter der UCL auf einen Mechanismus im Zellinneren gestoßen, der an die Nährstoffversorgung der Zellen gekoppelt ist. Es kommt zu einer Sauerstoffunterversorgung der T-Zellen im Alter. Die Forscher sind deshalb der Meinung, dass nicht, wie bisher, Medikamentengabe als einzige Lösung zur Bekämpfung einer altersbedingten Immunschwäche zu sehen ist. Vielmehr glauben sie, dass man durch eine Veränderung im Lebensstil alter Menschen, besonders aber ihrer Ernährung, die Zellalterung verlangsamen oder gar aufhalten kann.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


26.07.2017 / 08.03.2019

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