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Auflichtmikroskopie

Hautärztin untersucht Patienten mit der Auflichtmikroskopie
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Die Auflichtmikroskopie ist ein wichtiges Instrument bei der Hautkrebsvorsorge. (WavebreakmediaMicro / Fotolia)

Die Auflichtmikroskopie der Haut (Dermatoskopie) ist eine nichtinvasive Möglichkeit zur Untersuchung pigmentierter Hautveränderungen und zur Diagnose von Hautkrebs.

Mit einem Auflichtmikroskop werden veränderte Struktur und Farbton von Pigmenten oder Muttermalen erkannt. Aber auch Blutgefäße sind unter einem Auflichtmikroskop gut sichtbar. Neben der Auflichtmikroskopie der Haut wird die gleiche Technik auch in der Augenheilkunde in Form einer Spaltlampe angewandt.

Anlass der Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop

  • Vorsorge: Die Auflichtmikroskopie ist ein wichtiges Instrument bei der Hautkrebsvorsorge.
  • Diagnose: Diese Methode kommt vor allem bei der Früherkennung von Hauttumoren zum Einsatz. Das ist besonders wichtig, um rechtzeitig Therapiemaßnahmen einleiten zu können.
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Entwicklung und Veränderung der Muttermale können mittels Digitalbildern dokumentiert werden. Bei der Nachsorge von Hauttumoren kommt die Auflichtmikroskopie zur Früherkennung von Zweittumoren und bei der weiteren Verlaufskontrolle zum Einsatz.

Was passiert bei der Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop?

Muttermale und sonstige Veränderungen der Haut untersucht der Hautarzt, wobei er auffällige Stellen mit einem tragbaren Auflichtmikroskop abklärt. Dadurch werden die Hautoberfläche und ihre Strukturen besser sichtbar gemacht.

 

Um sicherzustellen, dass die Haut möglichst kein auftreffendes Licht reflektiert, wird eine Kopplungsflüssigkeit (zum Beispiel Paraffinöl, Olivenöl oder Desinfektionsspray) auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Der Arzt hält das Auflichtmikroskop über die Hautstelle und sieht die Hautveränderungen um ein 10-Faches vergrößert.

 

Die Technik ist die gleiche wie bei der Spaltlampe, die der Augenarzt zur Untersuchung des vorderen Augenabschnitts einsetzt.

Wer macht die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop?

Eine Auflichtmikroskopie wird von einem Hautarzt, einem Dermatologen, durchgeführt.

Was sind die Risiken der Untersuchung?

Eine Auflichtmikroskopie ist eine risikoarme Untersuchung. Bis auf Kontaktallergien mit den zuvor genannten Kopplungsflüssigkeiten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

Ein Nachteil der Auflichtmikroskopie ist, dass der Untersuchende bis an wenige Zentimeter an die untersuchte Hautstelle heran muss. Somit gibt es auch Körperstellen, die nicht oder nur schwer untersuchbar sind.

Was kann der Patient zum Gelingen beitragen?

Bewahren Sie Ruhe. Eine Auflichtmikroskopie dient lediglich der Klärung eines Verdachts. Es bedeutet nicht, dass Sie an Hautkrebs erkrankt sind.

 

Vor einer Auflichtmikroskopie müssen Sie nicht nüchtern sein. Versuchen Sie sich während der Untersuchung möglichst wenig zu bewegen.

Kosten & Krankenkasse

Die Untersuchung wird von Dermatologen durchgeführt. Die Kosten werden teilweise von der Krankenkasse übernommen.

AUTOR


Elisabeth Mondl , Barbara Bürscher
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


28.06.2017
MEDIZINISCHER EXPERTE
OA Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dermatologie, 1. Oberarzt der Hautabteilung, KH Hietzing, Wien
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