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Neue Therapie: Peeling gegen Gebärmutterhalskrebs

Arzt hält ein "HPV"-Schild in der Hand
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Entsteht Gebärmutterhalskrebs durch die Infektion mit HPV, dann gibt es jetzt eine neue Therapieform dagegen. (adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Im Rahmen einer wegweisenden Studie haben Forscher in Wien eine neue Methode gegen die Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs entdeckt. Ein einfach umzusetzendes Peeling hat eine hohe Erfolgsquote.

Bei Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, die durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) entstanden sind, wurde nun eine neue Therapieform entdeckt. Im Rahmen einer Studie an der MedUni Wien sowie am AKH Wien wurde ein Art Peeling entwickelt, das in ersten Tests eine hohe Erfolgsquote erreichte.

Unkomplizierte Umsetzung

82% der getesteten Betroffenen zeigten nach nur einer Behandlung einen kompletten Rückgang. Die größten Vorteile der Methode sind die einfache Umsetzung sowie die niedrigen Kosten, die sie gerade für ärmere Länder interessant machen könnte. Dabei tupft der behandelnde Arzt 85%ige Trichloressigsäure auf die betroffenen Stellen, wodurch diese verschorft werden.

Weniger Nebenwirkungen

Bei den bisherigen Versuchen wurden vergleichsweise harmlose Nebenwirkungen beschrieben, darunter geringe Schmerzen beim Eingriff selbst sowie ein Ausfluss bis zu 2 Wochen danach. Bei der klassischen Therapierform sieht dies noch ganz anders aus. Bislang wurden derartige Fälle mit der sogennanten Konisation, einem operativen Eingriff, entfernt. Diese führt allerdings zu einem deutlichen Anstieg der Frühgeburtsrate sowie weiteren klassischen Nebenwirkungen wie Infektionen und Blutungen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


08.04.2016
QUELLEN
Presseinformation des Comprehensive Cancer Center Vienna und der Medizinischen Universität Wien vom 30.03.2016

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