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Prostatakrebs: Rauch-Stopp kann entscheidend sein

Arzt-Patienten-Gespräch
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Mit dem Rauchen aufzuhören, ist auch bei Prostatakrebs ein wichtiger Rat von Ärzten. (ake1150 / Fotolia.com)

Eine Studie der MedUni Wien zeigt den Zusammenhang zwischen Rauchen und Prostatakrebs.

Wie ungesund regelmäßiger Tabakkonsum ist, scheint mittlerweile dem Großteil der Menschen bewusst zu sein. Immerhin gehen die Raucherzahlen praktisch weltweit stets zurück, wenngleich, wie jüngste Entwicklungen zeigen, gerade in Österreich noch Nachholbedarf besteht. Die MedUni Wien hat eine Studie präsentiert, die einen Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und Rauchen belegt.

Signifikanter Unterschied

Bei der internationalen Untersuchung wurden elf frühere Studien analysiert. Insgesamt wurden auf diese Weise die Daten von mehr als 22.000 Prostatakrebs-Patienten ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass jene Betroffene, die nach einer erfolgreichen Erstbehandlung weiterhin regelmäßig rauchten, wesentlich häufiger einen gesundheitlichen Rückschlag hinnehmen mussten.

Krebsdiagnose als "lehrreicher Moment für Patienten"

Univ.-Prof. Dr. Shahrokh Shariat, Studienleiter und Leiter der Universitätsklinik für Urologie an der MedUni Wien, hofft, dass das Ergebnis manche Menschen aufweckt: „Eine Krebsdiagnose, auch wenn sie nicht stark mit dem Rauchen in Verbindung gebracht wird, sollte ein lehrreicher Moment für Patienten sein, um mit dem Rauchen aufzuhören“. Gleichzeitig sieht er aber auch seine eigene Berufsgruppe in der Pflicht: „Wir als Ärzte sollten wachsam sein und Patienten dabei unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören“.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.05.2018
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