×
×
articleicon

Bewegung lässt Krebszellen schrumpfen

Frau wandert durch die Natur
Diesen Artikel mit Freunden teilen
5-mal Sport in der Woche hat einen positiven Effekt auf gesunde aber auch kranke Körperzellen. (Pixabay.com)

Sportliche Betätigung hilft Krebspatienten zweifach: Die Tumoren können durch regelmäßige Bewegung kleiner werden, dadurch sind weniger Medikamente nötig.

Sport regt den Blutkreislauf an, dadurch können Wirkstoffe besser an den Zellen "andocken", Tumoren werden kleiner: Anhand dieses Kreislaufes folgern Wissenschafter, dass sporttreibende Krebspatienten besonders während einer Chemotherapie künftig weniger Medikamente benötigen könnten. Manche bei der Chemotherapie eingesetzten Wirkstoffe verursachen starke Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall oder sogar Schleimhautentzündungen und Herzinsuffizienz.

Therapieerfolge mit Mäusen auf "Mini-Laufbändern"

Im Rahmen einer Studie teilten Forscher Mäuse in 4 Gruppen auf. Zunächst wurden allen Mäusen Melanom-Zellen (Hautkrebs-Zellen) injiziert. Im Laufe von 2 Wochen behandelte man 2 Gruppen mit einem Medikament, während die anderen beiden Gruppen nur Placebos verabreicht bekamen. Anschließend liefen die Mäuse, sowohl aus einer der Medikamenten-, als auch aus einer der Placebo-Gruppen 5-mal wöchentlich 45 Minuten lang auf "Mini-Laufbändern", während sich die 2 verbliebenen Gruppen nicht bewegten.

Sport lässt Tumoren schrumpfen

Das Ergebnis nach 2 Wochen: Bei einer Herzuntersuchung und einer Gewebeanalyse stellten die Forscher bei den mit Medikamenten behandelten Mäusen ohne Sport eine Verschlechterung der Herzleistung und eine Fibrose (krankhafte Veränderung des Bindegewebes) fest. Jene Mäuse allerdings, die sich im 2-wöchigen Versuchszeitraum regelmäßig bewegt haben, waren von diesen Nebenwirkungen nicht betroffen und zeigten zusätzlich deutlich geschrumpfte Tumoren. Die Forscher erklären das mit der durch Sport verursachten Aktivierung des Blutkreislaufs, wodurch die verabreichten Medikamente besser in den Tumoren wirken.

Mögliche Wirkung auch beim Menschen?

Den Wissenschaftern nach könnte es durchaus sein, dass sich die positiven Ergebnisse bei den Mäusen auch auf den Menschen übertragen lassen. Die Medikamentengabe bei der Chemotherapie könnte reduziert werden, wobei der Behandlungserfolg gleich bleibt. Auch die unangenehmen Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung könnten so reduziert werden.

 

Allerdings müsste diese Behandlungsart an regelmäßigen Sport geknüpft werden, um die reduzierte Menge der verabreichten Medikamente ausgleichen zu können. Nicht nur Sport kann etwas zum Heilungserfolg bei Krebs beitragen, auch richtige Ernährung kann z.B. bei Brustkrebs die Chemotherapie unterstützen und für mehr Wohlbefinden sorgen.

AUTOR


Alexander Petz , Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


23.09.2014

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von minimed.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von minimed.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von minimed.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.