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Welche Krebsarten durch Übergewicht entstehen können

Dicker Bauch eines übergewichtigen Krebskranken
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Übergewicht begünstigt die Entstehung mehrerer Krebsarten. (Gina Sanders / Fotolia.com)

Übergewichtig erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit unterschiedlichen Erkrankungen konfrontiert zu werden. Auch im Hinblick auf Krebs wurden mittlerweile eindeutige Zusammenhänge nachgewiesen. Wie groß diese allerdings sind - und dass sich schon ein paar extra Kilos stark auf das Krebs-Risiko auswirken, fand nun eine britische Studie heraus.

Alleine in Großbritannien verursacht Übergewicht jährlich rund 12.000 Krebsfälle. So sind etwa Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein zu hohes Gewicht zurückzuführen. Die zentrale Erkenntnis der Studie ist die Tatsache, dass sich nicht - wie lange Zeit angenommen - nur starkes Übergewicht gesundheitsgefährdend auswirkt, sondern bereits 5 zusätzliche BMI-Punkte (Body Mass Index), die bei einem normalgewichtigen Menschen eine Gewichtszunahme von "nur" rund 14 Kilogramm bedeuten.

Übergewicht begünstigt besonders Gebärmutterkrebs

Die Wissenschafter rund um Dr. Krishnan Bhaskaran von der London School of Hygiene and Tropical Medicine griffen auf die Daten von 5 Millionen Briten zurück. Neben dem Körpergewicht wurden auch Faktoren wie Geschlecht, Alter, Rauchen und Alkoholkonsum in die Studie miteinbezogen; die in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Ergebnisse sind eindeutig. Die Forscher fanden heraus, dass alleine in Großbritannien jährlich zirka 12.000 Krebsfälle durch Übergewicht verursacht werden. Folgende Tumore werden durch Übergewicht besonders begünstigt:

  • Gebärmutterkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Gallenblasenkrebs
  • Nierenkrebs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Leukämie
  • Leberkrebs
  • Darmkrebs
  • Brustkrebs

Der Zusammenhang zwischen Übergewicht und der Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, ist jedoch nicht bei allen Krebserkrankungen gleich stark. So ist Gebärmutterkrebs z.B. in 41 % der Fälle auf Übergewicht zurückzuführen. Bei Gallenblasen- oder Leberkrebs etwa sinkt dieser Wert auf 10 %. Die wichtigste Studien-Erkenntnis ist jedoch, dass nicht erst starkes Übergewicht Krebs verursachen kann, sondern schon 5 zusätzliche BMI-Punkte (Body Mass Index) bei Normalgewichtigen. Das würde bei einer 1,70 Meter großen und 70 Kg schweren Frau eine Gewichtszunahme von zirka 14 Kilo bedeuten.

Auch andere Krankheiten können Folge von Übergewicht sein

Die Forscher ergänzen jedoch, dass das Gewicht nicht der alleinige Risikofaktor für Krebs ist. Auch das Alter, die genetische Veranlagung, diverse Umwelteinflüsse sowie Alkohol- und Nikotinkonsum haben demnach Einfluss auf Risiko, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken. Weitere Erkrankungen, die durch Übergewicht entstehen können sind unter anderem Diabetes, Rückenschmerzen, Schlaganfälle oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


27.08.2014

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