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Medizin braucht mehr Plasma

Plasma ist der klare, gelbliche und flüssige Teil des Bluts.
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Zur Herstellung von bestimmten Medikamenten sind Plasmaspenden nötig, denn dieser Anteil des menschlichen Blutes kann nicht künstlich hergestellt werden. (once13 / Fotolia)

Medikamente auf Basis von Blutplasma können Menschen helfen, ein normales Leben zu führen und sogar Leben retten. Doch in Europa wird zu wenig gespendet.

Aktuell werden weltweit rund 42 Millionen Liter Plasma im Jahr gespendet. Davon stammen zur Zeit nur rund 8 Millionen Liter aus der EU. Für den Plasma-Arzneimittelbedarf in der Europa werden allerdings 12 Millionen Liter Plasma benötigt. Das bedeutet, dass mindestens 40 Prozent dieses Bedarfs größtenteils aus den USA importiert werden.

Was ist Plasma?

Plasma ist der klare, gelbliche, flüssige Anteil des Bluts. Dieser besteht zu 92 Prozent aus Wassern, zu 7 Prozent aus Proteinen und zu 1 Prozent aus Mineralsalzen. 60 Prozent des gesamten Blutvolumens besteht aus Plasma. Aufgrund seiner einzigartigen biologischen Zusammensetzung kann es nicht künstlich hergestellt werden. Plasma kann aus Vollblutspenden, oder über einen automatisierten Prozess, der maschinellen Plasmapherese, gewonnen werden. Plasma enthält einige Proteine, die für den Körper, das korrekte Arbeiten des Immunsystems und das Gerinnen des Blutes unerlässlich sind.

Wann kommen Arzneimittel aus Plasmaproteinen zum Einsatz?

Es gibt eine Reihe von seltenen Erkrankungen, bei denen bestimmte im Plasma vorkommende Proteine vom Körper nicht oder nur unzureichend produziert werden. Solche Mängel führen in der Regel zu schweren chronischen Krankheiten, die oft lebensbedrohend sind, wenn sie nicht behandelt werden.

  • Schweren Verletzungen, Verbrennungen, Herz-Lungen-Probleme, schweren Operationen
  • Angeborenen Defekten des Immunsystems, Autoimmunstörungen
  • chronisch entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
  • angeborenem oder erworbenem Mangel an Antikörpern
  • Blutstillung und Wundverschluss bei Operationen und schweren Verletzungen
  • Blutgerinnungsstörungen, Mangel an Blutgerinnungsfaktoren
  • Leberinsuffizienz

Was müssen Plasmaspender beachten?

Die Gesundheit der Spender, sowie die Qualität des gewonnenen Plasmas stehen an erster Stelle. Plasmaspender müssen strenge Anforderungen erfüllen und sich regelmäßigen medizinischen Untersuchungen und Tests auf Virusmarker unterziehen. Darüber hinaus hat sich die Industrie zur freiwilligen Einhaltung höchstmöglicher Qualitätsstandards verpflichtet, die über die strengen Regeln der Aufsichtsbehörden hinausgehen, wie zum Beispiel den „Qualifizierten Spender Standard“ und den „Virus Marker Standard“.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Plasmaspenden.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


11.10.2018

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