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Ultraschall (Sonographie)

Ultraschallbild eines Babys
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Weil beim Ultraschall keine Strahlenbelastung für den Patienten entsteht, ist es eine geeignete Untersuchungsmethode für Schwangere. (jovannig - Fotolia.com)

Eine Ultraschall-Untersuchung (Echographie, Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das darauf beruht, dass Ultraschallwellen durch menschliches Gewebe teilweise reflektiert und teilweise absorbiert und gestreut werden.

Mit Hilfe spezieller Sensoren kann damit das Körperinnere bildhaft dargestellt werden, insbesondere wasser- und blutreiche Organe können mit Ultraschall gut untersucht werden. Im Unterschied zu Röntgen- und CT-Untersuchungen funktioniert Ultraschall ohne Strahlenbelastung, vieles lässt sich aber im CT oder auch im MRT besser voneinander abgrenzen.

Arten der Sonographie

  • Abdomen Sonographie: Bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes können die Leber, die Gallenblase, die Milz, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren, die Lymphknoten und die Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstöcke, Prostata) untersucht werden.
  • Sonographie der Schilddrüse: Zysten, Tumore sowie Verkleinerungen oder Vergrößerungen der Schilddrüse können festgestellt werden.
  • Echokardiographie: ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens.
  • Doppler-Sonographie der Gefäße: zur Diagnose von Gefäßverengungen und -verschlüssen
  • Gynäkologischer Ultraschall: Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke können (mittels spezieller Scheidensonde) untersucht werden. Der Verlauf der Schwangerschaft kann überwacht werden. Es gibt heute auch schon die Möglichkeit eines 3D Ultraschalls, sowie 4D Ultraschall (bewegtes Bild).
  • Mammasonographie: ist eine Ultraschalluntersuchung der Brust. Struktur, Dichte und Flüssigkeitseinlagerungen können so untersucht werden. Die Mammasonographie ist nicht mit der Mammographie, einem radiologischen Verfahren zur Diagnose von Brustkrebs, zu verwechseln. Sie ist aber eine ergänzende Methode zur Mammographie bei der Brustkrebsdiagnostik.
  • Darmsonographie: Dabei können Dünn- und Dickdarm untersucht werden. Mittels Darmultraschall können beispielsweise Reizdarm oder Morbus Crohn diagnostiziert werden.
  • Prostatasonographie: Zur Früherkennung von Prostatakrebs wird diese Untersuchung rektal durchgeführt.

Was passiert bei einer Sonographie?

Bei einer Sonographie werden hochfrequente Schallwellen (für das menschliche Ohr unhörbar) von einem Schallkopf ausgesendet. Diese werden an den Grenzflächen der Organe reflektiert und gestreut, und zwar je nach Gewebeschicht und Material unterschiedlich stark. Die Zeit, die zwischen dem Aussenden und Zurückkommen der Schallwellen vergeht, wird in schwarz-weiße Bilddaten umgerechnet. Stark reflektierende Materialien wie z.B. Knochen werden weiß sichtbar. Flüssigkeiten wie z.B. Blut oder Harn reflektieren den Schall hingegen nur sehr wenig und werden auf dem Bildschirm schwarz dargestellt. So können auch die Organe und deren Gewebeschichten auf einem Monitor sichtbar gemacht werden.

 

Vor einer Sonographie muss der Patient meist nicht nüchtern sein (Ausnahme: Abdomensonographie). Auf die zu untersuchende Region wird ausreichend schallleitendes Gleitmittel aufgetragen. Die Körperposition des Patienten ist nicht festgelegt und variiert je nach zu untersuchender Körperregion.

 

Die Bilder einer Sonographie stehen sofort zur Verfügung, daher gehört die Sonographie bei vielen Notfällen zu den ersten diagnostischen Maßnahmen.

Welche Risiken hat die Sonographie?

Eine Sonographie ist eine nicht-invasive Untersuchungsmethode, schmerzfrei und risikolos, bei der keine Strahlenbelastung für den Patienten entsteht. Dadurch kann eine Sonographie auch bei Schwangeren ohne Bedenken durchgeführt werden – und ist hier State of the Art.

 

Nachteile gegenüber CT und MRT können sich daraus ergeben, dass Knochen und Gase Ultraschall in der Ausbreitung behindern. Gashaltige Organe wie z.B. die Lunge oder der Darm und auch von Knochen umgebene Organe wie das Gehirn lassen sich daher mit Ultraschall nur schlecht untersuchen. Auch bei der differenzierten Betrachtung von Weichteilen kann das MRT überlegen sein.

AUTOR


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


11.12.2013
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Ilona Rost
Frauenheilkunde und Geburtshilfe / Allgemeinmedizin, Mödling
QUELLEN
Pflege heute, N. Menche (Hrsg), Urban & Fischer Verlag, 2. Auflage, München, 2001
Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, S.Andreae et al., Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart, 2008

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