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Pneumokokken: Für Diabetiker besonders gefährlich

Arzt hört Lunge von Patientin ab
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Eine Lungenentzündung wird in Europa außerhalb des Krankenhauses in über einem Drittel der Fälle durch Pneumokokken verursacht. (Ralf Geithe / Fotolia)

Ältere Menschen und jene mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes haben eine höhere Infektanfälligkeit.

Zu den typischen Symptomen einer Lungenentzündung zählen Husten, Fieber und Brustschmerzen. Zur Therapie werden Antibiotika verabreicht, die jedoch aufgrund zunehmender Resistenzen – also der Widerstandsfähigkeit der Erreger gegen einen Wirkstoff – nicht immer wirksam sind. Das ist besonders gefährlich, wenn Pneumokollen, also häufige Erreger von Lungenentzündungen, in das Blut geraten. Die Konsequenzen für die Betroffenen sind meist Spitalsaufenthalt und manchmal sogar Lebensgefahr. Risikofaktoren für ein geschwächtes Immunsystem sind unter anderem Krebserkrankungen, Alkoholmissbrauch, chronische Lungenerkrankungen (COPD, Asthma), chronische Herzerkrankungen und Diabetes Mellitus. Für sie wird im Österreichischen Impfplan ausdrücklich eine Pneumokokken-Impfung empfohlen.

 

„Zu den gefährdeten Patientengruppen gehören aber auch Menschen in Pflegeheimen. Bei diesen kommen neben einem durchschnittlich sehr hohen Alter oft mangelnde Bewegung, Herzschwäche, verlangsamte Atmung oder Opioide als erschwerende Faktoren dazu. Meistens sind sie aber weder gegen Influenza noch gegen Pneumokokken geimpft“, betont Allgemeinmediziner und Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin Dr. Reinhold Glehr.

Impfaktion ab 1. Oktober 2018

Die Landesgeschäftsstellen der österreichischen Apothekerkammer in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten, Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg organisieren vom 1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 eine Impfaktion. In den Apotheken der teilnehmenden Bundesländer auf Rezept vergünstigt erhältlich. „Durch unsere Kampagne wollen wir die Menschen verstärkt auf das Thema aufmerksam machen", so Mag. Dr. Christiane Körner vom Verein zur Förderung der Impfaufklärung.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


26.09.2018
QUELLEN
Presseaussendung des Verein zur Förderung der Impfaufklärung vom 26.09.2018
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