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Harmlose Krankheiten für Raucher tödlich

Älterer Mann hustet, während er eine Zigarette raucht
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Rauchen setzt die körpereigene Abwehrkraft massiv herab, sodass eindringende Viren und Bakterien weniger gut bekämpft werden können. (Ljupco Smokovski - Fotolia.com)

21 verschiedene Erkrankungen werden direkt durch Rauchen ausgelöst. Amerikanische Forscher weisen jetzt nach, dass Raucher zudem häufiger an harmlosen Infektionskrankheiten sterben.

Rauchen ist demnach noch gefährlicher als angenommen. Laut bisherigen Hochrechnungen sterben in den USA jährlich 480.000 Menschen an den Folgen. Beim Vergleich von 5 großen Gesundheitsstudien, zu Todesursachen bei Rauchern, zeigte sich: Raucher sterben überdurchschnittlich oft an Lungenkrebs und Herzinfarkt. Für Raucher verlaufen auch scheinbar "harmlose" Infektionskrankheiten öfters tödlich. Der Grund: Das Immunsystem ist geschwächt.

Was sind "typische" Raucher-Krankheiten?

Die Schlussfolgerung der Wissenschafter: Rauchen ist noch viel tödlicher als bisher angenommen. Dass Rauchen Lungenkrebs verursacht oder das Risiko für Brustkrebs erhöht, ist datenmäßig längst abgesichert. Unklarheit herrscht teilweise bei Krankheiten, die auch Nichtraucher regelmäßig bekommen.

 

Dazu zählen etwa Infektions- und Atemwegserkrankungen wie Grippe (Influenza) oder Lungenentzündung. Die Erkrankung selbst würde nicht direkt mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden, so die Forscher. Aber: Die Wahrscheinlichkeit, an eigentlich gut behandelbaren Infektionskrankheiten zu sterben, ist bei Rauchern vergleichsweise viel höher. Bereits bei jüngeren Menschen zeigt sich der schwächende Effekt des Rauchens.

Rauchen greift Immunsystem an

Der Grund für die erhöhte Sterblichkeit liegt im Immunsystem. Rauchen setzt die körpereigene Abwehrkraft massiv herab, sodass eindringende Viren und Bakterien weniger gut bekämpft werden können. Selbst bei einer angemessenen Behandlung mit Antibiotika und Co., die eigentlich helfen sollte, starben Raucher öfters. Medikamente scheinen weniger gut zu wirken.

Rauch-Stopp regeneriert Immunsystem

Die Forscher haben auch eine gute Nachricht. Nach dem Rauch-Stopp regeneriert sich das Immunsystem selbst: Bei ehemaligen Rauchern nimmt das relative Risiko für alle Erkrankungen mit jedem weiteren Jahr des Nicht-Rauchens ab.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


12.02.2015

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