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Der Penis: 7 Fakten

Mann in weißer Unterhose
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Der Penis ist nicht gerade, sondern wie ein Bumerang nach oben gebogen. (Roman Samborskyi / Shutterstock.com)

Lesen Sie über 7 der wichtigsten Fakten zum Penis – unter anderem in Bezug auf Anatomie und Sexualität.

Der Penis ist nicht nur das männliche Fortpflanzungsorgan, sondern zugleich die wichtigste erogene Zone des Mannes. Dennoch oder gerade deswegen ranken sich auch viele Mythen und Unwahrheiten um das Organ. Die 7 nachfolgenden, weitestgehend unbekannten Fakten liefern wichtige Informationen und sollen helfen, Wesentliches über die menschliche Sexualität richtig einzuordnen.

Fakt 1: Der Penis ist nur zur Hälfte sichtbar

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass der Penis in etwa doppelt so groß ist wie man zunächst annehmen würde. Denn das Organ ist nicht nur außen sichtbar, sondern setzt sich im Körperinneren fort. Dort setzt es sich etwa in derselben Länge fort wie der äußere Teil. Der Penis ist außerdem nicht gerade, sondern, vergleichbar mit einem Bumerang, leicht nach oben gebogen.

Fakt 2: Bakterienkultur am Penis

Auf der Penishaut wachsen laut einer Studie 42 verschiedene Bakterienarten. Sofern man sich um eine ausreichende Intimhygiene kümmert, sind diese allerdings unbedenklich. Die entdeckten Bakterien kommen auf fast allen Penissen vor und sind ungefährlich. Männer mit Vorhaut haben übrigens mehr Bakterienarten als beschnittene. Die natürlichen Hautbakterien unterscheiden sich maßgeblich von krankheitserregenden Bakterien, die z. B. Syphilis oder Chlamydien beim Sex übertragen können.

Fakt 3: Der Penis kann brechen

Anders als bei vielen Tierarten gibt es im menschlichen Körper keinen Penisknochen. Die Terminologie "Penisbruch" bezeichnet ein Einreißen des Penisgewebes, was meist mit einem gut hörbaren Geräusch und in jedem Fall mit starken Schmerzen einhergeht. Dies kann bei sehr gewagten Stellungen oder unglücklichen Unfällen beim Geschlechtsverkehr passieren, ist prinzipiell aber sehr selten. Besteht der Verdacht auf einen Penisbruch sollte der Betroffene schnellstmöglich ins Krankenhaus gebracht werden, wo bei bestätigter Diagnose eine Notoperation durchgeführt wird.

Fakt 4: 30 % aller Männer sind beschnitten

Schätzungen zufolge sind weltweit etwa 30 % aller Männer beschnitten. Die Entfernung der Vorhaut ist in manchen Kulturkreisen und Religionen, beispielsweise im Judentum, eine gängige Praxis und wird dort meistens direkt nach der Geburt durchgeführt. Medizinisch notwendig kann der in der Fachsprache als Zirkumzision bezeichnete Eingriff unter anderem bei einer Vorhautverengung werden. Diese ist bei Säuglingen recht häufig, löst sich im Normalfall aber spätestens mit Beginn der Pubertät auf. Erwachsene können eine bestehende Vorhautverengung an Problemen bei der Erektion erkennen. Es kommt dabei zu Schmerzen und die Vorhaut lässt sich gar nicht oder nur schwer zurückziehen.

Fakt 5: Empfindsamkeit des Penis

Der Penis hat insgesamt etwa 4.000 Nervenenden. Diese machen ihn zur wichtigsten erogenen Zone des Mannes. Am empfindsamsten ist der Penis auf der Unterseite und an der Spitze (Eichel) – hier laufen die meisten Nerven nach außen. Bereits ab dem 25. Lebensjahr nimmt die Empfindsamkeit von Penissen ab. Das bedeutet, dass die Nerven Informationen weniger gut an das Gehirn weiterleiten. Besonders stark ist der "Verlust" zwischen dem 65. und dem 75. Lebensjahr. Dieser Prozess geht langsam vor sich und ist für die meisten Männer nicht störend.

Fakt 6: Länge und Umfang des Penis

Aktuellen Studien zufolge misst ein Penis im erschlafften Zustand im Schnitt etwa 9 Zentimeter, wobei die Länge stark variieren kann. Sowohl aus gesundheitlicher, als auch aus sexueller Sicht ist die Länge des Penis relativ unbedeutend. Für das Empfinden des Partners spielt etwa der Umfang des männlichen Geschlechtsorgans eine wesentlich größere Rolle. Regelmäßige Erektionen fördern übrigens die Muskeln und die Haut des Penis. Ist aus medizinischen Gründen – z. B. nach einer Nervenschädigung – keine Erektion mehr möglich, kann die Länge des Penis um etwa 1 bis 2 cm zurückgehen.

Fakt 7: Sport ist auch für den Penis gesund

Sport verbessert neben vielen anderen körperlichen und psychischen Eigenschaften auch die männliche Sexualität. Denn regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und hilft darüber hinaus beim Stressabbau. Beides trägt dazu bei, das Risiko auf die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion zu senken.

Intimhygiene: Infos im Podcast

Wie Männer (und Frauen) ihren Intimbereich richtig pflegen, wird im österreichischen Podcast "gesund gehört" diskutiert. Die Wiener Sexualmedizinerin Dr. Andrea Kottmel erklärt, worauf man achten und warum manchmal das Credo "Weniger ist mehr" gelten sollte.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


07.04.2015 / 21.09.2020
QUELLEN
Andrologie. Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane, W. Krause, Thieme Verlag, 4. Auflage, Stuttgart, 2011
Pflege Wissen Körperpflege, S. Voß, Urban & Fischer Verlag, 1. Auflage, München, 2014
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