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Prostatakrebs: Rauchen fördert Wiederauftreten

Mann zerdrückt Zigaretten in der Hand
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Rauchen schadet der Prostata. (Brian Jackson - Fotolia.com)

Raucher, die Prostatakrebs erfolgreich besiegt haben, zeigen gegenüber Nichtrauchern ein doppelt so hohes Risiko, erneut an einem Prostatakarzinom zu erkranken.

Rauchen oder damit aufhören - diese Entscheidung kann ausschlaggebend sein, ob sich nach erfolgreicher Behandlung Jahre später wieder ein Tumor bildet. Im Rahmen einer Langzeitstudie mit rund  7.200 Patienten haben nun Wissenschafter der MedUni Wien in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Basel eindeutig einen Zusammenhang zwischen dem Wiederauftreten von Prostatakrebs und Rauchen festgestellt.

Der Entschluss, den Glimmstängel endgültig wegzulegen, ist zu jedem Zeitpunkt richtig: "Wie unsere Studie zeigt, ist eine Entwöhnung generell, aber insbesondere dann sinnvoll, wenn Mann bereits an einem Prostatakarzinom erkrankt ist", betont Univ.-Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien.

Rauchstopp zahlt sich aus

Spätestens nach 10 Jahren ab dem Rauchstopp sind die negativen Einflüsse des Rauchens auf die Prostatazellen nahezu nicht mehr gegeben. Nach wie vor wissenschaftlich ungeklärt ist allerdings, ob und inwieweit Rauchen mit der Entwicklung eines Prostatakarzinoms in Verbindung steht. Ältere Studien sehen hier einen deutlichen Zusammenhang, während aktuelle Untersuchungen das Gegenteil nahelegen. Erwiesen ist jedoch, dass Rauchen das Risiko erhöht, an Prostatakrebs zu versterben.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


22.06.2015
QUELLEN
Association of Cigarette Smoking and Smoking Cessation with Biochemical Recurrence of Prostate Cancer in Patients Treated with Radical Prostatectomy, Rieken M. et al., In: Eur Urol. 2015 Jun 3, doi: 10.1016

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