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Bei Sportverletzungen PECH-Regel beachten

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Jede Sportart birgt ihre ganz eigenen Verletzungsrisiken. (mansong suttakarn/Shutterstock.com)

Wenn es beim Sport zu einer Verletzung kommt, sollte man rasch handeln, um weitere Schäden durch Überlastung zu vermeiden.

Jährlich passieren in Österreich etwa 200.000 Sportunfälle, die im Krankenhaus enden. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit verletzen sich die meisten Sportler beim Fußballspielen. Alpiner Skilauf und andere Mannschaftssportarten mit Ball belegen die Plätze zwei und drei. Bei Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen empfiehlt es sich, die PECH-Regel einzuhalten, um das betroffene Gelenk oder das Muskelgewebe möglichst gut zu versorgen. PECH steht für Pause – Eis – Compression – Hochlagern.

P: Pause einlegen

Nach der Verletzung sollte die Belastung umgehend eingestellt und der betroffene Körperteil ruhiggestellt werden. Weitere Bewegung kann den Schaden verschlimmern und den Heilungsprozess verzögern. Bei Verdacht auf eine Gelenkverletzung ist es sinnvoll, zusätzlich eine provisorische Schiene anzulegen.

E: Eis auflegen

Nach Einstellung der körperlichen Aktivität ist es ratsam, die verletzte Stelle möglichst rasch zu kühlen. Das verhindert zum einen ein starkes Anschwellen des Gewebes, andererseits wird dadurch der Schmerz gelindert. Zu beachten ist allerdings, dass das Eis nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommt und dass nicht länger als 20 Minuten gekühlt wird, denn das könnte zu einer Erfrierung führen. Man sollte also Kühl-Pack oder Eisbeutel zuerst in ein Handtuch umwickeln. Auch tiefgekühlte Erbsen, eingewickelt in einem Geschirrtuch, eignen sich zur Kühlung.

C: "Compression", also Druckverband anlegen

Nach dem Kühlen hilft ein Druckverband, ein weiteres Anschwellen zu verhindern. Dieser sollte zwar eng anliegen, aber auch nicht zu eng. Fühlt sich der Verband unangenehm an, besteht die Gefahr, dass die Durchblutung gehemmt wird. Anzeichen dafür sind stärker werdende Scherzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl. Dann muss der Verband gelockert werden.

H: Hochlagern

Anschließendes Hochlagern reduziert die Blutzufuhr in die betroffene Körperregion und hilft zusätzlich, die Schwellung möglichst gering zu halten. Der verletzte Körperteil sollte dabei höher liegen als das Herz.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


31.07.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Prof. Dr. Marcus Hofbauer
Foto (c): Hofbauer/privat
Oberarzt und Leiter des Forschungsclusters für Sport- und Gelenkserhaltung an der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie im AKH, Leiter der Privatordination "ArthroSportClinic" an der Privatklinik Döbling

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