×
×
articleicon

Binge Eating Disorder: Krankhafter Heißhunger

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Betroffene von Binge Eating nehmen an Gewicht zu, viele sind stark übergewichtig. (Tero Vesalainen/Shutterstock.com)

Am 2. Juni ist Tag der Essstörungen. Eine Form davon ist die Binge Eating Disorder, die etwa 2 bis 4 % der Bevölkerung betrifft.

Menschen, die von der „Binge Eating Disorder“ betroffen sind, haben mindestens einmal wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten regelrechte Fressattacken. Sie verzehren riesige Portionen an Essen – zwischen 3000 und 5000 kcal – auf einmal. Im Vergleich zu anderen Essstörungen ist der Anteil der betroffenen Männer relativ hoch. Zusätzlich zu der großen Kalorienmenge macht den Betroffenen vor allem das Gefühl des Kontrollverlustes zu schaffen. „Sie sind nach den Essanfällen deprimiert, entwickeln Scham und ein starkes Ekelgefühl gegenüber sich selbst“, beschreibt Dr. Christof Argeny, ärztliche Direktor von sowhat., Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen, mit Standorten in Wien, St. Pölten und Mödling.

Betroffene sind nach den Essanfällen deprimiert, entwickeln Scham und ein starkes Ekelgefühl gegenüber sich selbst.

Dr. Christof Argeny, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin bei sowhat.
Foto: sowhat.

Binge Eating ≠ Bulimie

Einige Symptome ähneln jenen der Bulimie. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Im Unterschied zur Ess-Brechsucht gibt es beim Binge Eating kein Übergeben nach den riesigen Mahlzeiten, keinen übertriebenen Sport oder Missbrauch von Abführmitteln. Betroffene nehmen an Gewicht zu – viele sind stark übergewichtig – und leiden an gesundheitlichen Folgen, wie etwa Herz-Kreislaufbeschwerden, Diabetes oder Beschwerden mit dem Bewegungsapparat. Dazu kommen psychische Probleme wie Depressionen oder Angststörungen. Laut den Experten von sowhat. ist es daher wesentlich, eine mögliche Essstörung früh zu erkennen und Unterstützung zu suchen. Die Erkrankung ist umso besser behandelbar, je früher die Therapie begonnen wird.

Therapie von Binge Eating

Auslöser für das Binge Eating können beispielsweise Wut, Einsamkeit, Angst oder Langeweile sein. In der Therapie bei sowhat. geht man den Verhaltens- und Denkmuster der Patienten auf den Grund, um dann alternative Strategien für ein gesundes Essverhalten zu entwickeln. Die Prognosen sind gut: 70 bis 80 % der Betroffenen können ganz geheilt werden.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


31.05.2019 / 31.05.2019
QUELLEN
Presseaussendung von sowhat. Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen vom 31.05.2019

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


minimed.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.