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Stress im Job kann Asthma auslösen

Frau hat einen Asthmaanfall im Büro
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Laut einer Studien haben Menschen, die Stress in der Arbeit haben ein höheres Risiko an Asthma zu erkranken. (Antonio Guillem - Shutterstock.com)

Eine Studie stellt zwischen Stress im Beruf bzw. Jobunsicherheit und einem erhöhten Risiko an Asthma zu erkranken, einen deutlichen Zusammenhang her. Menschen, die Angst um ihre Arbeit haben, haben ein um 60 % erhöhtes Asthma-Risiko.

Im Rahmen der Untersuchung wurden Daten von knapp über 7.000 Probanden im Hinblick auf Asthma-Risikofaktoren, wie z.B. Rauchen und Übergewicht  und die Arbeitssituation ausgewertet. Dem Ergebnis nach besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Stress am Arbeitsplatz und der Entwicklung einer Asthma-Erkrankung. Auch die stetige Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse, z.B. in Form von Zeitverträgen, führt zu Unsicherheit, was sich letztlich ebenso in Form von Stress äußert.

Arbeitsplatzbedrohung "nimmt den Atem"

Konkret heißt das, dass jene Arbeitnehmer, die mit hoher Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert sind, ein um 60 % erhöhtes Asthma-Risiko aufweisen. Eine Kontrollgruppe aus Personen, die sich in ihrem Job sicher fühlten, wies hingegen eine deutlich geringere Prozent-Zahl auf. Die Daten der etwas mehr als 7.000 berufstätigen Probanden entstammten einer zwischen 2009 und 2011 durchgeführten deutschen Studie.

 

Im selben Zeitraum wurden bei der untersuchten Gruppe 105 neue Asthma-Erkrankungen registriert. Die Ergebnisse bestätigten, dass das Risiko, an Asthma zu erkranken mit der Stärke der gefühlten Arbeitsplatzbedrohung gleichermaßen ansteigt. Laut den Wissenschaftern besteht hinsichtlich des jobinduzierten Stresses dringender Handlungsbedarf. Veröffentlicht wurde die Studie im "Journal of Epidemiology & Community Health". 

Tipps für weniger Stress

Große Stressbelastungen im Job können langfristig zu Depression, Isolation und Burnout führen. Folgende Tipps helfen bei der Entschleunigung des Alltags:

  • Ausgleich schaffen: Treiben Sie nach der Arbeit Sport, um den Kopf von negativen Gedanken zu befreien
  • Digitale Pause: Legen Sie nach dem Büro das Smartphone zur Seite und nehmen Sie Ihren Laptop nicht mit ins Bett
  • Essen Sie regelmäßig: Das schafft ein ausgeglichenes Energielevel und schützt vor Konzentrationslöchern
  • Gestärkt in die Zukunft sehen: Bleiben Sie optimistisch, verzeihen Sie sich selbst und anderen Fehler; sagen Sie "Nein", wenn Ihnen alles zu viel wird


Der menschliche Organismus reagiert auf dauerhaften Stress sehr sensibel, das Immunsystem wird geschwächt und macht anfälliger für Erkrankungen, wie z.B. Asthma oder auch Osteoporose.

MINI MED Vortrag zum Nachhören

Vortrag vom 15.5.2019 in Linz

Referentin: Mag. Nina Lankes

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


24.09.2014

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