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Stressinkontinenz: Wenn beim Husten Urin fließt

Junge Frau hustet
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Wenn beim Husten Urin fließt, liegt das vielleicht an Belastungsinkontinenz. (chajamp - Fotolia.com)

Unkontrollierter Harnverlust beim Husten kann zu einer mentalen Belastungsprobe werden. Ein häufiger Auslöser ist die sogenannte Stressinkontinenz, von der vor allem Frauen betroffen sind.

Inkontinenz ist nach wie vor ein stark stigmatisiertes Thema. Viel schlimmer als das unkontrollierte Urinieren selbst, sind für den Betroffenen oftmals die damit verbundenen sozialen Ängste. Als häufigste Form tritt die sogenannte Stress- oder auch Belastungsinkontinenz auf. Um diese verstehen zu können, bedarf es eines Überblicks über den prinzipiellen Ablauf im menschlichen Körper.

Muskeln verhindern Unglück

Urin wird in der Niere produziert und in der Blase gelagert, wo die umliegenden Muskeln die Harnröhre verengen, um einen sofortigen Austritt zu verhindern. Sobald die Blase gefüllt ist, ziehen sich die Muskeln zusammen, die Harnröhre lockert sich und der Urin tritt aus. Bestimmte Tätigkeiten wie etwa Husten, Niesen oder Lachen erhöhen plötzlich den Druck auf die Blase, dem sie im Regelfall standhält.

Kaum belastbar

Bei manchen Menschen reicht ein starkes Husten aber aus, um die Beckenbodenmuskeln kurzzeitig zu lockern. So kommt es dann eben zum unkontrollierten Harnverlust. Häufigste Ursache einer solchen Symptomatik ist die sogenannte Belastungsinkontinenz, die vor allem Frauen trifft. Jede dritte ist zumindest einmal in ihrem Leben davon betroffen, zudem ist das Risiko für Menschen über 40 etwas höher.

Verschiedene Ursachen möglich

Zu einer vorübergehenden Belastungsinkontinenz kommt es außerdem oft bei Schwangeren. Übergewicht und Rauchen runden die Liste der größten Risikofaktoren ab. Unabhängig von der Patientengeschichte sollte die Symptomatik genau untersucht werden. Die Belastungsinkontinenz ist zwar der häufigste Auslöser für Urinieren beim Husten, aber bei weitem nicht der einzige. Darum ist es wichtig, schwerwiegendere Ursachen durch entsprechende Untersuchungen auszuschließen.

Den Beckenboden trainieren

Bei vielen Formen der Inkontinenz kann ein Beckenbodentraining hilfreich sein. Dabei macht man sich ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten zunutze, darunter Atmungs- und Bewusstseinsübungen. Ein wesentlicher Bestandteil ist zudem die richtige Körperhaltung bei alltäglichen Tätigkeiten. Der Physiotherapeut kann ein Beckenbodentraining betreuen, noch davor eignet sich aber ein Hausarzt als erster Ansprechpartner.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


15.09.2017

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