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Was genau sind Triggerpunkte?

Therapeut drückt Triggerpunkt am Rücken einer Patientin
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Im Rahmen der Triggerpunkttherapie werden schmerzende Stellen gezielt behandelt. (Microgen / Fotolia.com)

Die Triggerpunkttherapie kommt bei Verspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen zum Einsatz.

Sogenannte myofasziale Triggerpunkte sind eine unangenehme Angelegenheit. Es handelt sich dabei um Muskelverhärtungen, z. B. im Nacken oder zwischen den Schulterblättern, die unter anderem zu Verspannungen, Schmerzen und Steifigkeit führen. Unterschieden wird zwischen aktiven, latenten und assoziierten Triggerpunkten. Sie sind zwar an sich nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität stark beeinträchtigen. In der Triggerpunkttherapie werden die Körperstellen gezielt gedrückt und ausmassiert, um die Symptome zu lindern. "Trigger" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Auslöser".

Wie entstehen Triggerpunkte?

Triggerpunkte sind sehr häufig und eigentlich nichts anderes als eine Verdickung eines Muskels, der nicht ausreichend durchblutet wird. Sie entwickeln sich z. B. durch langjährige Fehlhaltungen, Traumen (wie bei einem Unfall), psychischen Stress oder andere Belastungen der Muskulatur. Sensible lokale Schmerzpunkte entstehen, der Schmerz strahlt oft auch in andere Körperregionen aus. Liegt der Triggerpunkt z.B. an der Schulter, kann er in den Kopf ausstrahlen und dort Schmerzen verursachen. Die Stellen sind gut tastbar, oft spüren Betroffene richtige "Knubbel" unter der Haut. Tun sie auf Druck weh, so sind sie "verspannt".

 

Die Beschwerden können schnell chronisch werden, weswegen bestehende Verhärtungen und Verspannungen physiotherapeutisch oder von einem Heilmasseur behandelt werden sollten. Bewegung, Sport und Heilgymnastik wirken in jedem Fall besser als Schonung.

 

Es gibt verschiedene Arten von Triggerpunkten:

  • Aktive myofasziale Triggerpunkte: schmerzen, auch ohne dass sie gedrückt werden, schwächen den betroffenen Muskel und sind sehr empfindlich
  • Latente myofasziale Triggerpunkte: schmerzen nur bei Druck
  • Assoziierte myofasziale Triggerpunkte: entstehen durch Triggerpunkte in einem "benachbarten" Muskel, z.B. kann sich durch einen bestehenden Triggerpunkt im Nacken auch einer zwischen den Schulterblättern entwickeln

Wem hilft die Triggerpunkttherapie?

Behandelt werden die Schmerzpunkte von Physiotherapeuten durch gezieltes Drücken auf die Muskelverhärtungen mit den Fingern oder mit einem speziellen Stab. Triggerpunktherapie hilft bei:

Nicht bei allen Beschwerden dieser Art ist Triggerpunkttherapie die richtige Behandlung. Bei vielen Betroffenen verschafft sie allerdings eine Linderung von Verspannungen und Schmerzen. Vor der Wahl der Therapie sollte insbesondere bei schwerwiegenden oder lange anhaltenden Schmerzen ein Arzt zu Rate gezogen werden, um mögliche schwerwiegende Ursachen auszuschließen.

AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


12.12.2014 / 18.09.2020
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