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Warum Adipositas-Chirurgie so wertvoll ist

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Chirurgische Eingriffe können fettleibigen Menschen auf lange Sicht viele Probleme ersparen. (Rawpixel.com / Fotolia)

Starkes Übergewicht ist eines der zentralsten Gesundheitsthemen unserer Zeit. Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass die Adipositas-Chirurgie gleich in mehrfacher Hinsicht einen wertvollen Beitrag leistet.

Weltweit sollen Schätzungen zufolge nicht weniger als 670 Millionen Menschen von Adipositas betroffen, also fettleibig sein. Ungesunde Ernährungsweisen und die Tendenz zum Bewegungsmangel sorgen auch in unseren Breitengraden für eine besorgniserregende Tendenz. Viele Initiativen zielen auf das erforderliche allgemeine Umdenken ab, die akute Problembehandlung sollte währenddessen aber nicht zu kurz kommen.

In diesem Zusammenhang ist die Adipositas-Chirurgie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Passende Eingriffe, beispielsweise in Form eines Magenbypass, können Betroffenen langfristig gesehen viele Probleme ersparen. Eine Studie der MedUni Wien liefert dazu erstaunliche Zahlen. Wer aufgrund eines Eingriffs doch keine Herz-Kreislauferkrankung entwickelt, gewinnt im Schnitt 3,4 Jahre Lebenszeit dazu. Erspart man sich dank der Operation hingegen Diabetes oder eine Fettleber, sind es durchschnittlich sogar 3,7 Jahre.

Krankenkasse übernimmt nicht immer

In Österreich übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen entsprechenden chirurgischen Eingriff, wenn der Betroffene einen Body Mass Index (BMI) von mindestens 35 aufweist und zusätzlich Diabetiker ist. Für jene, die keinen Diabetes haben, sind die Kriterien strenger. Experten der MedUni Wien würden lieber eine Regelung wie in der Schweiz sehen, wo die Krankenkasse ab einem BMI von 35 in jedem Fall die Kosten übernimmt.

Gerhard Prager, Studienleiter und Leiter der Adipositas-Ambulanz im AKH, betont in seiner Argumentation auch die finanzielle Komponente: "Dadurch würde sich unser Gesundheitssystem enorm viel ersparen. Auch, weil dadurch viel weniger Betroffene in letzter Konsequenz Krebs bekommen würden – und das trifft insbesondere auf Frauen zu."

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


17.05.2018
QUELLEN
Presseaussendung der MedUni Wien vom 17.05.2018

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