×
×

Inkontinenz und Sexualität

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Funktionsstörungen von Blase oder Darm können die Sexualität beeinträchtigen. (Rido / Fotolia)

Im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche stellt die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich das neue Infoblatt „Blase, Darm & Sexualität“ vor.

Eine beeinträchtigte Sexualität kann viele Ursachen haben. Ein möglicher Auslöser ist Scham vor Inkontinenzpannen und das damit verbundene Gefühl des Attraktivitätsverlusts. Die Kontinenz- und Stomaberaterin sowie diplomierte Sexualberaterin Martina Signer, DGKP rät Betroffenen, möglichst rasch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und offen mit dem Partner darüber zu sprechen. „Sie sollten für sich selbst und dann gemeinsam mit der Partnerin/dem Partner überlegen, wie sie trotz Beeinträchtigung wieder befriedigende sexuelle Begegnungen erleben können.“

Tipps für ein erfülltes Liebesleben

Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich legt zu diesem sensiblen Thema ein neues Infoblatt vor. Hier einige Expertentipps daraus:

 

  • Vor einem intimen Treffen sollte allzu üppiges Essen vermieden werden, denn dadurch werden Blase und Darm stark angeregt.
  • Vorsicht mit Alkohol. Wenn dann eher nur sehr kleine Mengen, denn Alkohol regt die Harnausscheidung sowie die Darmtätigkeit an.
  • Schöne Unterwäsche oder Dessous können problemlos getragen werden, indem man einen neuartigen kleinen Schutzstreifen verwendet, der bei Frauen zwischen die Schamlippen und bei Männern in die Analfalte eingelegt wird. Der Schutzstreifen ist praktisch unsichtbar und kann einige Tropfen Harn bzw. eine geringe Stuhlverschmutzung auffangen. Erst unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr wird er diskret entfernt. 
  • Stomaträgerinnen können den Stomabeutel kreativ verstecken: in Spezialunterwäsche mit eingearbeiteten Schutztaschen aus Spitze oder Satin aber auch unter raffinierten Dessous, wie z.B. einem speziellen Spitzengürtel, bzw. selber genähten Teilen.
  • Speziell ausgebildete Fachkräfte unterstützen und beraten in Einzel- und Paargesprächen. Betroffene Menschen sowie deren Partner können Ängste und Veränderungen ihres sexuellen Erlebens in einer vertrauensvollen und diskreten Atmosphäre ansprechen. Auf www.kontinenzgesellschaft.at gibt es Anlaufstellen, die Sexualberatung anbieten.

Ihr Link zum Infoblatt:

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


20.06.2018
QUELLEN
Aussendung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) vom 20. 06. 2018

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


minimed.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.