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Inkontinenz: Immer noch ein Tabuthema

Nur wenige Betroffene wenden sich an den Arzt.
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Inkontinenz ist ein Thema, über das Betroffene nach wie vor ungern bis gar nicht sprechen. (Fotolia / Rido)

Der Weg zum Arzt und wirksame Schutzprodukte verbessern die Lebensqualität von Menschen mit Blasenschwäche.

Alleine in Österreich sind bis zu zehn Prozent der Bevölkerung, das entspricht rund 800.000 Österreichern, von einer Form von Blasenschwäche betroffen. Inkontinenz ist ein Thema, über das Betroffene nach wie vor ungern bis gar nicht sprechen. Dabei sind bis zu 3 ⁄ 4 der Österreicher im Laufe ihres Lebens davon betroffen.

Aktiv Beratung suchen hilft

Laut WHO ist der ungewollte Verlust von Harn oder Stuhl die häufigste Erkrankung weltweit. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, dass Blase oder Darm schwach werden – ab 80 ist bereits jede/r Dritte „undicht“. Eine Inkontinenz ist allerdings nicht nur ein Problem des alten Menschen. Auch Jüngere und sogar Kinder sind betroffen. So leiden etwa 4 von 10 Schwangeren an unfreiwilligem Harnverlust und zumindest 5 Prozent aller Berufstätigen haben das Problem, den Abgang von Winden oder Stuhl nicht kontrollierten zu können. Der Leidensdruck und der Verlust an Lebensqualität sind enorm. Dennoch sucht nicht einmal die Hälfte der betroffenen Menschen aktiv nach Hilfe. Aus diesem Grund wird die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) anlässlich der „Welt-Kontinenz-Woche“ vom 18.-24. Juni 2018 Betroffene informieren und ihnen konkrete Unterstützung anbieten.

 

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit will die MKÖ die Inkontinenz aus der Tabuzone holen, Betroffenen und ihren Angehörigen Rat und Hilfe gewähren sowie Forschung, Lehre und Praxis in der interdisziplinären Behandlung fördern und koordinieren. Auf der auf der Webseite der MKÖ sind viele interessante Informationen und Kontakte zu Beratungsstellen zu finden.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


11.06.2018

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