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Karies

Abbildung von Bakterien im Mund
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Karies ist eine ansteckende Infektionskrankheit, Auslöser ist das Bakterium Streptococcus mutans. (Maksym Yemelyanov / Fotolia.com)

Karies ist eine bakterielle Erkrankung, bei der Säuren den schützenden Zahnschmelz zerstören. Kinder bekommen kariesfrei ihre ersten Zähne, hingegen haben nahezu alle Erwachsenen in Österreich bereits Kariesschäden.

Karies ist ansteckend, die Bakterien werden meist von Eltern oder Geschwistern auf das Kind übertragen – wie etwa durch Ablecken des Schnullers. Nach einer Ansteckung halten sich Kariesbakterien beharrlich in der Mundhöhle, zersetzen Kohlenhydrate aus der Nahrung und wandeln sie in Säuren um, die den Zahnschmelz angreift. Bleibt Karies unbehandelt, kann sich die Erkrankung auch bis auf das Zahnbein ausbreiten, die Zähne werden locker, beginnen zu wackeln und können im schlimmsten Fall ausfallen. Entsprechende Mundhygiene und Vorsorge durch den Zahnarzt schützen vor Zahnverlust und halten die Zähne gesund.

Häufigkeit von Karies

Dank einem verstärkten Hygienebewusstsein und besserer Ernährung ist in Österreich derzeit etwa die Hälfte aller 6-Jährigen kariesfrei, bei den 12-Jährigen sind es 53 %. Da Aufklärungs- und Prophylaxekampagnen vor einigen Jahrzehnten noch nicht so ausgeprägt waren, sind etwa 98 % der gegenwärtig Erwachsenen von Karies bzw. Kariesschäden betroffen.

Video: Mundgesund bis ins Alter: Sind Karies und Zahnfleischerkrankungen vermeidbar?

Ao. Univ.-Prof. Dr. med. univ. Karl Glockner und Univ.-Ass. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Gernot Wimmer (jeweils Klinische Abteilung für Zahnerhaltung, Parodontologie und Zahnersatzkunde, Medizinische Universität Graz) erklären Aufgaben und richtige Pflege des Zahnfleischs, wie man Karies vermeidet und was beim Zahnarztbesuch wichtig ist. (Graz, 18.6.2020)

Ursachen von Karies

Auslöser der Erkrankung ist ein Bakterium aus der Familie der Streptokokken namens "Streptococcus mutans". Durch Zufuhr zuckerhaltiger Nahrungsmittel kann der Keim überleben, denn Bakterien brauchen Zucker, um sich zu ernähren. Bestimmte Zuckerarten (Polysaccaride) tragen dazu bei, dass das Bakterium an der Zahnoberfläche anhaften kann, um dort einen Biofilm ("Plaque") zu bilden. Der Speichel, der üblicherweise die Zähne reinigt und Zahnschmelz und Zahnbein aufnahmefähig für Mineralstoffe macht, kann diesen Film nicht durchdringen, entfernen kann man ihn nur durch gründliches Putzen mit einer Zahnbürste und fluoridhältiger Zahnpaste.

 

Karies kann auch ernährungsbedingt entstehen. Die Kohlenhydratezufuhr aus kariogenen (kariesfördernden) Nahrungsmitteln begünstigt die Entmineralisierung der Zähne. Schädlich für die Zahngesundheit sind vor allem Zucker, wie Saccharose, Fructose oder Laktose. Diese Kohlenhydrate sind jedoch nicht nur in "klassischen" Süßigkeiten, wie Schokolade (60 % Zucker), Honig (75 % Zucker) oder Bonbons (90 % Zucker) enthalten, sondern auch in Fertigmenüs (10 %), Ketchup (20 %), Dosensalat (12 %), sowie in Süßgetränken (zirka 12 %). Zucker wird im Mund zu Milchsäure umgebaut, dadurch sinkt der pH-Wert im Mund. In diesem sauren Milieu wird die harte Zahnsubstanz entkalkt. Je mehr kariesfördernde Zucker zugeführt werden und je länger dieser im Mundraum verbleibt, desto mehr Säure entsteht, umso schneller entkalkt der Zahn, es entsteht Karies.

 

Karies tritt in unterschiedlichen Formen auf. Am häufigsten betroffen sind die Kauflächen, weiters die Zahnhälse und -zwischenräume.

  • Schmelz- und Dentinkaries: entsteht am Zahnschmelz und ist die am häufigsten vorkommende Form. Im Fall von Dentinkaries ist die Erkrankung bereits bis ins Zahnbein (Dentin) vorgedrungen.
  • Wurzelkaries: entsteht an der Zahnwurzel, wenn die Zahnhälse mit zunehmendem Alter freiliegen und nicht vom Zahnschmelz geschützt sind.
  • Sekundärkaries: wurde Karies bereits behandelt (z.B. durch eine Füllung), kann zwischen dieser und ehemals betroffenen Stelle erneut Karies entstehen.

 

Stadium 1

Karies verläuft zunächst ohne Probleme oder nur mit geringen Schmerzen. Im Rahmen der täglichen Zahnpflege sollte man die Zähne selbst kontrollieren. Häufig bemerkt man Karies von außen gar nicht, manchmal aber zeigen sich erste "Spuren" in Form von weißen Stellen, die sich rau anfühlen. Auf einer rauen Oberfläche kann sich Plaque leicht ansiedeln. In diesem Frühstadium ist es jedoch noch gut möglich, mit entsprechender Zahnhygiene das Voranschreiten der Karies aufzuhalten oder mit Fluoriden sogar zu remineralisieren. Eine Mundhygienesitzung bei einem Dentalhygieniker ist in diesem Fall die beste "Erste Hilfe". Plaque oder möglicherweise Zahnstein werden entfernt und die Zähne mit einer schützenden Schicht Fluorid überzogen.

 

Stadium 2

Werden die ersten Anzeichen übersehen bzw. nicht behandelt, breitet sich die Karies vom Zahnschmelz ausgehend auf das tiefer liegende Zahnbein (Dentin) bzw. auf die weniger harten mineralischen Bestandteile des Zahns aus und verursachen Schmerzen.

 

Stadium 3

In dieser Phase zeigt der Zahn eine deutliche Verfärbung der betroffenen Stelle, es entsteht ein Defekt im Zahn. In diesem Stadium kann der Erreger bis in die Tiefen des Zahnmarks (Pulpa) vordringen. Die Pulpa enthält Blutgefäße und Nerven, die Infektion verursacht heftige Schmerzen.

 

Stadium 4

Wer bis jetzt den Zahnarzt nicht besucht hat, riskiert, dass die Infektion bis auf den Zahnknochen vordringt und das darunter liegende Gewebe zerstört. Im schlimmsten Fall fällt der Zahn aus.

Diagnose von Karies

Karies kommt nicht über Nacht, doch da die Erkrankung zunächst kaum Beschwerden verursacht, bleibt sie oft lange unentdeckt. 2 Mal im Jahr sollte man daher beim Zahnarzt eine Kontrolluntersuchung durchführen lassen. So kann der Mediziner auch versteckte Kariesareale erkennen. Dabei stehen ihm verschiedene Diagnoseoptionen zur Verfügung.

 

Untersuchung mit Spiegel und Sonde

Mit einem speziellen Spiegel und einer Sonde untersucht der Zahnarzt, ob die Zähne Verfärbungen, Erosionen oder Erweichungen an der harten Zahnsubstanz aufweisen. Zahnzwischenräume sind dabei jedoch schlecht einsehbar.

 

Röntgen

Kariöse Läsionen an den Kontaktflächen zwischen den seitlichen Zähnen bzw. Schäden am Zahnschmelz können mithilfe eines Bissflügelröntgens festgestellt werden. Dabei werden die Seitenzähne geröntgt, eine mögliche Entkalkung bzw. ein Kariesbefall ist im Detail zu sehen. Diese Untersuchung sollte einmal jährlich durchgeführt werden. Ein Panoramaröntgen hingegen zeigt den Zustand des Gebisses und des Kieferknochens. Mit diesem Verfahren lassen sich auch Entzündungen oder Knochenrückbildungen feststellen. Ein Panoramaröntgen sollte alle 2 Jahre erfolgen.

 

FOTI (Faseroptische Transillumination)

Bei diesem Verfahren wird die Zahnsubstanz mit einer Lichtquelle "durchleuchtet". Verwendet wird eine so genannte "Kaltlichtsonde". Sie erzeugt ein sehr helles Licht, das Einblicke in die Zahnzwischenräume ermöglicht. Während gesunde Zähne weiß "strahlen", zeichnen sich Schädigungen der Zahnhartsubstanz als dunkle Areale ab. Mit diesem Verfahren kann man auch Dentinkaries diagnostizieren. Es ist vor allem für Betroffene geeignet, bei denen kein Röntgen durchgeführt werden soll (z.B. Schwangere).

 

Laserdiagnostik (Laserfluoreszenzmessung)

Trifft das Licht des Lasers eine kariöse Stelle am Zahn, wird diese angeregt, starkes Licht auszusenden. Die Reaktion, durch Kontakt mit dem von Karies befallenen Zahn Licht auszusenden, nennt man Fluoreszenz. Das Lasergerät gibt zur gleichen Zeit ein hörbares Signal ab. Dieses Diagnoseverfahren eignet sich, um Kariesbefall an den Kauflächen, Glattflächen und besonders Zahnzwischenräumen festzustellen.

Therapie bei Karies

  • Im Stadium 1 und 2 wird Karies vom Zahnarzt mit dem Bohrer sorgfältig entfernt, die Defekte am Zahn werden mit einem Füllungsmaterial verschlossen. Das Füllungsmaterial "versiegelt" den Zahn und verhindert eine Ausbreitung der Infektion. Das gelingt nicht immer, mitunter bilden sich zwischen Füllung und Zahn nach einiger Zeit neuerlich Kariesherde, dann muss erneut eine Behandlung erfolgen.

  • Im Stadium 3 hat sich Karies bereits bis auf das Zahnmark ausgebreitet. In diesem Fall muss der Zahnarzt das Nervengewebe entfernen und den Wurzelkanal gründlich desinfizieren. Erst danach kann mit einer Wurzelkanalbehandlung der Zahn gefüllt werden.

  • Im Stadium 4 ist die Infektion so weit fortgeschritten, dass häufig nur eine Entfernung des Zahnes sinnvoll ist.

 

Für die Therapie stehen verschiedene Füllmaterialien zur Auswahl:

 

Amalgam

Im Bereich der Backen- und seitlichen Zähne wird meist Amalgam verwendet. Dabei handelt es sich um eine Legierung aus Silber, Zinn, Kupfer und Quecksilber, die als äußerst haltbar gilt und eine unkomplizierte Therapie darstellt. Vor allem die Backenzähne müssen beim Kauen hoher Festigkeit standhalten, eine Anforderung, die Amalgam erfüllt. Es ist nach wie vor die kostengünstigste Art der Therapie, zudem hält eine Amalgamfüllung viele Jahre. Die höchste Belastung durch das quecksilberhaltige Amalgam erfolgt beim Austausch der Füllung. "Alte" Amalgamfüllungen sollte man daher nur austauschen, wenn sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Darüber hinaus gibt es, wie Studien zeigen, keine Hinweise auf gesundheitliche Schäden durch Amalgam.

 

Kunststoff

Um Zähne im Frontbereich zu sanieren, greift der Zahnarzt meist zu Füllungen aus Komposit. Dieses Gemisch besteht aus einer organischen Hülle und einem anorganischen "Innenleben" und hat die Farbe der Zähne. Die Füllung wird in mehreren Schichten eingebracht und jede Schicht mit Licht innerhalb von 10 bis 20 Sekunden gehärtet. Da das Füllungsmaterial schrumpft, untersucht der Zahnarzt im Zuge der halbjährlichen Kontrolle, ob es zu Spalten zwischen Füllung und Zahn gekommen ist und womöglich neuerlich Karies entstanden ist. Da Füllungen aus Komposit aufwändiger beim Einbringen in den Zahn sind, sind sie auch teurer als Amalgamfüllungen. Sehr aufwändig kann dieses Kunststoffmaterial auch im Seitenzahnbereich erfolgreich verwendet werden.

 

Keramik

Im Unterschied zu den bisher genannten Füllungsvarianten wird bei Keramikeinlagefüllungen zunächst über einen Abdruck ein Gipsmodell hergestellt. Der Zahntechniker stellt anhand dieses Modells ein maßgeschneidertes Inlay aus Porzellan her. Mithilfe eines speziellen Klebers fixiert der Zahnarzt unter absoluter Trockenlegung das Inlay im präparierten Zahn. Diese Prozedur ist aufwändiger als die voran genannten Verfahren, da dieses Inlay extra angefertigt werden muss. Der Vorteil: Das Inlay ist ästhetisch, hat die Farbe des Zahnes und hält viele Jahre.

 

Goldinlay

Auch diese Einlagefüllungen werden vom Zahntechniker hergestellt. Dabei werden Goldlegierungen verwendet, die auch Bestandteile wie Silber, Kupfer oder Platin haben. Der Zahntechniker stellt anhand eines Gipsmodells nach Präparation und Abdruck durch den Zahnbehandler über eine Wachsmodellation eine Gussform her, in die das Goldinlay eingegossen wird. Der Vorteil dieser Füllung ist ihre sehr lange Lebensdauer.

 

Welche Füllung verwendet wird, richtet sich nach Lage des betreffenden Zahnes, nach Belastung (betrifft es einen Backenzahn oder einen Frontzahn), sowie nach ästhetischen Gesichtspunkten, letztlich aber auch nach dem Budget des Betroffenen. Am günstigsten sind Amalgamfüllungen, am teuersten Keramikinlays.

Was Sie selbst gegen Karies tun können

Ablecken von Speiselöffel oder Schnuller vermeiden

Kariesbakterien sind nicht angeboren, sie werden aus dem Umfeld auf das Kind übertragen, wie etwa durch das Ablecken von Speiselöffel oder Schnuller. Auch ein "Dauernuckeln" an Fläschchen mit zuckerhältigen Kindertees oder Fruchtsäften begünstigt Karies.

 

Pflege

Eine regelmäßige Pflege der Zähne sollte schon ab den Milchzähnen selbstverständlich sein. Wichtig ist es, die Zähne dabei etwa 2 bis 3 Minuten zu putzen, die Zahnbürste sollte alle 2 Monate gewechselt werden. Beim Putzen wird die Zahnbürste leicht schräg an den Zähnen angesetzt, leicht hin und her rütteln, in kreisenden Bewegungen von Rot nach Weiß bürsten. Man beginnt an den Kauflächen von rechts oben bis links oben und von links unten bis rechts unten. Dann die Zahninnenflächen nach dem gleichen Schema und zum Schluss die Zahnaußenflächen die den Lippen oder den Wangen zugewandt sind. Nach dem Motto KIA, Kauflächen, Innenflächen und Außenflächen. Durch allzu heftiges horizontales Schrubben können Rillen und Keile entstehen, im schlimmsten Fall kann an heiklen Stellen sogar das Zahnfleisch zurückweichen, sodass die Zahnhälse frei liegen. Auch die Kauflächen werden gebürstet, ein leichter Druck genügt, andernfalls könnte der Zahnschmelz beschädigt werden.

 

Die Wahl der Zahnbürste

Die Anforderungen an eine gute Zahnbürste sind relativ einfach. Zahnbürsten mit einem kurzen Kopf und einem kleinen, geraden Borstenfeld sind ideal. Ist die Bürste zu klobig, kommen Sie damit schwer in unzugängliche Regionen. Fazit: Plaque bildet sich dort am schnellsten. Wählen Sie eine Bürste mit Kunststoffborsten, die gut abgerundet sind.

  • Elektrische Zahnbürsten: Elektrische Zahnbürsten reinigen zwar nicht besser als Handzahnbürsten, sie sind jedoch bequemer in der Handhabung. Sie führen die vom Zahnarzt empfohlenen Rotationsbewegungen automatisch aus. Empfehlenswert sind schallaktive elektrische Zahnbürsten: Anstatt eines simplen Elektromotors arbeitet diese Bürste mit Schallenergie im Hochfrequenzbereich, wodurch sie zirka 100-mal schneller als eine Handzahnbürste und immerhin noch 10-mal schneller als eine "normale elektrische" Bürste arbeitet.

  • Interdentalbürste: Interdentalbürste (Zahnzwischenraumbürste) eignen sich für Menschen, die mit Zahnseide schlecht zurechtkommen. Sie entfernen punktgenau den Belag in den Zahnzwischenräumen. Auch bei der Reinigung von Brücken oder Implantaten zeigen sie gute Ergebnisse, aber auch bei Zahnlücken und großen Zwischenräumen.
  • Zahnpasta: Gute Zahnpasten enthalten Fluoride. Diese abschabenden Schleifkörper stärken den Zahnschmelz, entfernen gefärbte Beläge und schützen die Zähne vor Säuren. Sie können beginnende Karies stoppen und regenerieren.
  • Zahnseide: Zahnseide ist ein unersetzbares Hilfsmittel zur Reinigung der für die Zahnbürste nicht zu erreichenden Zahnzwischenräume. Mundspülungen eignen sich als Abschluss jeder Pflege, sie reinigen die Zwischenräume und wirken meist antibakteriell.

 

Ernährung

Eine "zahngerechte" Ernährung ist eine gute Prophylaxe von "Innen". Verzichten Sie möglichst auf Zucker und kariesfördernde Nahrungsmittel oder Getränke. Saure Säfte, Wein oder Kaffee hinterlassen ihre Spuren am Zahnbelag. Wenn Sie gegessen haben, insbesondere säurehaltige Nahrungsmittel, sollten Sie mit dem Putzen etwa 20 bis 30 Minuten warten, bis sich der Säure-Basen-Haushalt im Mund wieder neutralisiert hat, ein sofortiges Putzen könnten den Zahnschmelz schädigen. Wichtig ist das Unterlassen von zuckerhältigen Zwischenmahlzeiten!

 

Vorsorge

2-mal pro Jahr zum Zahnarzt, dies gilt als wichtige Basis für die Zahngesundheit. Weiters schützt eine gründliche Mundhygiene (1- bis 2-mal pro Jahr) vor Karies und vielen anderen Zahnerkrankungen.

  • Mundhygiene: 2-mal jährlich sollte man die Zähne professionell von einem Dentalhygieniker, reinigen lassen, auch um Zahnfleischbluten vorzubeugen bzw. einzudämmen. Dabei wird der Zahnstein (meist mit Ultraschall) entfernt, die Zahnzwischenräume werden sorgfältig gereinigt, danach wird mit einem Pulverstrahlgerät oder mit einem Gummikäppchen langsam rotierend poliert, zuletzt werden die Zähne mit Fluorid überzogen.
  • Versiegelung: Vor allem bei Kindern, die kariesfreie Backenzähne haben, ist eine Versiegelung eine Möglichkeit, um Karies zu verhindern. Dabei werden tiefe schwer putzbare Furchen an der Zahnoberfläche mit lichthärtendem Kunststoff ausgeblockt. Dadurch sind diese Hochkariesrisikostellen leichter belagfrei zu bekommen. Diese Prophylaxe eignet sich vor allem bei "neu" durchgebrochenen Kinderzähnen, bei Zähnen, die schon länger vorhanden und kariesfrei sind, ist eine Versiegelung nicht sinnvoll.
AUTOR


Dr. Doris Simhofer
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Carola Bachbauer, BA


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


19.05.2014 / 15.06.2021
MEDIZINISCHER EXPERTE
Univ.-Prof. Dr. Karl Glockner
Klinische Abteilung für Zahnerhaltung, Parodontologie und Zahnersatzkunde der Univ. Klinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit, Medizinische Universität Graz