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Gesundheitswissen für alle

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Um das eigene Gehirn und den stetigen Wissenszuwachs muss man sich gut kümmern. (Orla / Shutterstock.com)

Als Mitglied der Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) fördert das MINI MED Studium den Wissenszuwachs in der Bevölkerung.

Das MINI MED Studium ist seit Anfang 2019 Mitglied der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK), welche sich zum Ziel gesetzt hat, die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung zu verbessern. Dafür wurden drei Wirkungsziele festgelegt, die das MINI MED Studium mit Engagement verfolgt:

  • Wirkungsziel 1: Das Gesundheitssystem unter Einbeziehung der Beteiligten und Betroffenen gesundheitskompetenter machen.
  • Wirkungsziel 2: Die persönliche Gesundheitskompetenz unter Berücksichtigung von vulnerablen (= besonders verletzlichen) Gruppen stärken.
  • Wirkungsziel 3: Gesundheitskompetenz im Dienstleistungs- und Produktionssektor verankern.

Mag.a Dr.in Christina Dietscher, die als Vorsitzende des Kern-Teams der ÖPGK fungiert und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) angehört, beantwortete einige Fragen zur ÖPGK und erklärte, warum sich das MINI MED Studium als Mitglied qualifizieren konnte.

Ausschlaggebend für die Aufnahme in die ÖPGK: MINI MED bemüht sich darum, dass die im Rahmen der MINI MED-Vorträge vermittelten Informationen qualitätsgesichert sind.

Mag.a Dr.in Christina Dietscher
Vorsitzende des Kern-Teams der ÖPGK, Bundesministerium für Arbeit,
Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK)
Foto: Harald Gsaller

Was tut die ÖPGK, um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung zu fördern?

Mag.a Dr.in Christina DIETSCHER: Die Gründung der ÖPGK resultiert aus der sogenannten „Zielsteuerung Gesundheit“, dem zentralen Reformprozess des österreichischen Gesundheitssystems. Ausgangspunkt waren die Daten der ersten Europa-Vergleichsstudie zur Gesundheitskompetenz von 2012. In Österreich wiesen 56% der Befragten mangelnde oder ungenügende Gesundheitskompetenz auf. Daher wurde im Rahmen der „Gesundheitsziele Österreich“ ein eigenes Ziel zur Förderung der Gesundheitskompetenz gesteckt. Die ÖPGK koordiniert die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Außerdem bietet sie auf ihrer Webseite oepgk.at zahlreiche Informationen und Wissensprodukte an, gibt einen Newsletter heraus und organisiert Konferenzen sowie Workshops.

 

Warum ist es so essenziell, die Gesundheitskompetenz jedes/r Einzelnen zu steigern?

DIETSCHER: Gesundheitskompetenz stellt eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit dar – sie ermöglicht gesunde Alltagsentscheidungen, etwa in Hinblick auf Bewegung oder Ernährung, sie geht aber auch mit einer besseren Nutzung des Gesundheitssystems einher und trägt zu besseren Behandlungsergebnissen bei. Menschen mit hoher Gesundheitskompetenz nutzen mehr Vorsorgeangebote und brauchen weniger Notfallbehandlungen, sie können ihre gesundheitlichen Probleme erfolgreicher kommunizieren und bekommen daher passendere Diagnosen, die wiederum zu wirksameren Behandlungen führen. Und sie können selbst effizienter mithelfen, wieder gesund zu werden, indem sie Behandlungsempfehlungen besser verstehen und beherzigen.

Was zeichnet das MINI MED Studium aus, das die ÖPGK dazu bewogen hat, es als Mitglied aufzunehmen?

DIETSCHER: Gesundheitskompetenz zu fördern, bedeutet, Menschen dabei zu unterstützen, Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsinformationen zu erlangen, diese Informationen verstehen zu können, die Qualität der Informationen und deren Bedeutung für das eigene Leben einschätzen zu können und letztlich auch persönliche Entscheidungen für die eigene Gesundheit auf Basis dieser Informationen zu treffen und entsprechende Handlungen zu setzen. MINI MED unterstützt als niederschwelliges Angebot mit großer Reichweite diese Zielsetzungen. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die ÖPGK war: MINI MED bemüht sich darum, dass die im Rahmen der MINI MED-Vorträge vermittelten Informationen qualitätsgesichert sind.

Prävention und Früherkennung von Krankheiten sind eine wichtige gesundheitliche Maßnahme. Können Sie uns von einigen Projekten aus diesem Bereich berichten?

DIETSCHER: Eine Maßnahme, die sich an PatientInnen in Reha-Einrichtungen richtet, ist das Gesundheitskompetenz-Coaching der Sozialversicherung. In einem Projekt von BOJA, bei dem sich engagierte Jugendzentren und Jugendinformationsservices als gesundheitskompetente Organisationen auszeichnen lassen können, wird wiederum die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen gefördert. Ein Projekt in der Steiermark befasst sich mit der Qualitätssicherung von Gesundheitsinfos in Arztpraxen. Der Maschinenring wendet sich indessen mit Gesundheitsinformationen an Männer auf dem Land. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Fest steht: Das Thema Gesundheitskompetenz ist schon bei vielen engagierten Menschen angekommen. Sie alle tragen dazu bei, die Gesundheitssituation in Österreich zu verbessern.

AUTOR


Mag.a Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


27.02.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Mag.a Dr.in Christina Dietscher
Foto (c): Foto: Harald Gsaller
Vorsitzende des Kern-Teams der ÖPGK, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK)

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